Rasen bewässern: Diese Fehler müssen Sie vermeiden

Damit Ihr Rasen grün und saftig aussieht, muss dieser vor allem Dingen gut und ausreichend bewässert werden. Neben des richtigen Intervalls ist beim Bewässern des Rasens vor allem die Wassermenge entscheidend für die Gesundheit Ihres Rasens. Erfahren Sie deshalb in diesem Ratgeberbeitrag, welche Anforderungen Ihr Rasen an Sie hat und wie Sie den Rasen mit einfachen Mitteln richtig bewässern.

Inhaltsverzeichnis

Zu geringe Wassermenge vermeiden

Der Rasen benötigt leider recht viel Wasser, um gesund und gut auszusehen. Da die Wurzeln des Rasens bis zu 15 cm in den Erdboden reichen, sollten Sie auch nicht zu wenig Wasser pro Bewässerung einsetzen. Die richtige Wassermenge hängt zum einen von den Temperaturen, der Bodenbeschaffenheit und natürlich der zu bewässernden Fläche ab.

Böden können Sie generell in zwei verschiedene Kategorien unterscheiden: Die sandigen, lockeren Böden und die lehmigen, tonigen Böden. Daraus leitet sich grob ab, wie viel Wasser wie für den Rasen benötigen:

  • Sandige, lockere Böden: 10 bis 15 Liter pro m² / Alle 3 bis 4 Tage wässern
  • Lehmige, tonige Böden: 15 bis 20 Liter pro m² / Einmal pro Woche wässern

An heißen, sonnigen Tagen sollten Sie zudem morgens mehr gießen als üblich. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeberbeitrag morgens oder abends gießen. Stellen Sie sich zudem grundsätzlich darauf ein, dass große Flächen auch einen höheren Wasserbedarf bedeuten.

Rasen bewaessern

Lieber weniger, dafür mehr bewässern

Der durchschnittliche Tagesbedarf liegt bei ca. 2,5 Liter. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie auch täglich den Rasen bewässern müssen. Im Gegenteil, eine tägliche Bewässerung verursacht nur, dass die Wurzeln zu flach wachsen. Fehlt es Ihnen dann einmal für paar Tage an Wasser, können sie das Wasser nicht aus tieferen Erdschichten gewinnen und die Grashalme vertrocknen. Daher gilt: Lieber weniger, dafür mehr bewässern.

Wenn der Rasen zu viel Arbeit macht

Sie möchten ganz auf das Bewässern Ihres Rasens verzichten? Dann wäre eine Garten ohne Rasen eine Alternative. Eine guter Kompromiss zum herkömmlichen Rasen ist ein Kunstrasen, der natürlich nicht extra bewässert werden muss. Aber auch das Anlegen eines Steingarten oder eine wilde Wiese sind wassersparend. Mehr Inspiration erhalten Sie in unserem Ratgeberbeitrag Garten ohne Gießen.

Neuer Rasen benötigt häufiger Wasser

Gerade neu gesäter Rasen benötigt besonders viel Wasser. Hier empfiehlt es sich, die frisch eingesetzten Samen drei bis fünf Mal täglich für fünf bis zehn Minuten zu bewässern, sodass die Erde dauerfeucht ist. Es reicht, wenn das Wasser nur wenige Zentimeter in den Boden eindringt, da die Samen schließlich noch sehr oberflächig verordnet sind. Aus diesem Grund müssen Sie bei den einzelnen Bewässerungen weniger Wasser verwenden, als bei einem schon etablieren Rasen. Etwa drei bis vier Wochen sollten Sie diesen Rhythmus aufrechterhalten, bevor Sie den Rasen langsam an immer weitere Abstände zwischen den einzelnen Bewässerungen gewöhnen. Auch fertiger Rollrasen benötigt zu Beginn viel Wasser. Bewässern Sie den Rollrasen daher mindestens alle 1-2 Tage einmal täglich  mit min. 15 Liter pro m² – vorausgesetzt natürlich, es regnet in der Zeit nicht sehr häufig und stark. Nach mindestens zwei Wochen können Sie den Rollrasen an weniger Wasser und längere Abstände gewöhnen. Im Gegensatz zum frischen Rasen via Samen, sollte die Erde bei einem Rollrasen nicht nur oberflächig, sondern bis zu einer Tiefe von etwa 7 cm durchnässt werden. Vergessen Sie auch nicht die Bewässerung direkt nach dem Auslegen des Rollrasens! In unserem Ratgeberbeitrag Fehler beim Rollrasen verlegen stellen wir Ihnen weitere Fehler vor, die Sie beim Verlegen des Rollrasens vermeiden sollten.

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Daran denken: Feuchtigkeit kontrollieren

Um zu kontrollieren, dass Sie den Rasen auch tatsächlich ausreichend bewässert haben, eignen sich zwei Methoden:

Eine alte Methode ist die Zollstockmethode. Stecken Sie einen Zollstock in den Erdboden. Anhand der dunklen, feuchten Abzeichnung können Sie feststellen, wie tief die Erde durchfeuchtet ist. Die Feuchte sollte – entsprechend der optimalen Wurzellänge der Grashalme – ca. 15 cm betragen.

Ein Feuchtigkeitsmesser ist dagegen die einfachste und zugleich günstigste Methode. Mit einem Sensor wird die Feuchtigkeit dauerhaft gemessen, sodass Sie jederzeit den Feuchtigkeitsgehalt der Erde überprüfen können.

Eine Steigerung dazu sind Bewässerungscomputer, die automatisch nur dann bewässern, wenn der Rasen wieder Wasser benötigt. Einige Modelle lassen sich auch bequem von der Couch aus via App bedienen. Nicht nur Ihr Rasen, auch Ihr Portmonee wird es Ihnen danken, wenn Sie bedarfsorientiert wässern.

Bodenfeuchtesensor

Richtigen Rasensprenger auswählen

Auch die Technik der Rasenbewässerung sollte gut überlegt sein. Bei kleinen Rasenflächen von bis zu 25 m² verwenden Sie am besten einen Kreisregner bzw. Segmentregner. Auch abgerundete Rasenflächen werden damit gut bewässert, ohne dabei Wege und Gebäude unnötig zu benetzen. Möchten Sie nur kleine Teilbereiche bewässern, die bspw. aufgrund der Rasenform nur schwer zugänglich sind, sind Sie mit diesem Regner ebenfalls bestens aufgestellt.

Bei größeren rechteckigen Flächen muss dagegen ein Schwenkregner bzw.  Viereckregner her, der einen Schwenkarm mit mehreren Düsen besitzt und größere Flächen benässen kann. Stellen Sie den Schwenkwinkel in eine Richtung auf Null Grad, wenn Sie nur in eine bestimmte Richtung bewässern möchten. So können Sie den Schwenkregner auch an den Rand des Rasens platzieren.

Des Weiteren gibt es noch den Impulsregner. Dieser besitzt nur eine einzige Düse mit der er das Wasser kreisförmig schrittweise verteilt. Ein Strahltrenner sorgt dafür, dass der feste Strahl in viele kleine Tropfen getrennt wird. Im Gegensatz zum Kreisregner lassen sich damit auch weite Rasenflächen bewässern.

Rasensprenger

Zu viel Wasser ebenfalls schädlich

Trotz all dieser Maßnahmen stellt sich die Frage, ob man eigentlich auch zu viel wässern kann? Die Antwort lautet ja, denn bei einem Übermaß an Wasser verfaulen die Wurzeln des Wassers schnell. Das kann auch unverschuldet passieren, etwa während der Urlaubszeit, wenn neben der eigenen Bewässerung auch tagelang Regen fällt. Eine blau-gräuliche Färbung sowie ein fauliger Geruch sind Anzeichen dafür, dass der Rasen überwässert ist und eine Auszeit braucht. In so einem Fall sollten Sie zusätzlich zu sogenannten Rasensand greifen. Dieser sinkt in den Erdboden, lockert ihn auf und begünstigt die Wasserdurchlässigkeit in tiefere Erdschichten. Vor allem schwere Böden profitieren davon und sollten am besten schon vorbeugend damit versetzt werden.

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