Garten im Sommer: Das müssen Sie tun

Von Gießen über Säen und Düngen bis zum Schneiden gibt es im Garten im Sommer einiges zu tun. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen, damit alle Pflanzen die heißen Tage gut überstehen. Eine Übersicht über die Aufgaben im ganzen Jahr finden Sie auch in unserem Gartenkalender.

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Inhaltsverzeichnis

Checkliste für den Garten im Sommer

Wenn Sie Ihren Garten im Frühling bereits in Form gebracht haben, gibt es im Sommer weniger zu tun. Dennoch müssen Sie auch in der warmen Jahreszeit auf einige Dinge achten:

  • Pflanzen gießen
  • Gemüse und Obst ernten
  • Neue Pflanzen säen
  • Pflanzen schneiden
  • Düngen
  • Kübelpflanzen pflegen
  • Schädlinge bekämpfen
  • Teich pflegen
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Pflanzen gießen

Der wichtigste Punkt im Garten im Sommer: gießen! An heißen Tagen brauchen die Pflanzen ausreichend Wasser, um zu überleben.

Beachten Sie dabei folgende Tipps:

  1. Gießen Sie nach Möglichkeit morgens. Dann ist es noch kühl und die Pflanzen können das Wasser am besten aufnehmen. Wenn Sie morgens keine Zeit haben, verschieben Sie das Gießen auf den Abend. In der Mittagszeit ist es am wärmsten und das Wasser verdampft schneller auf den Blumen. Weitere Tipps erhalten Sie in unserem Beitrag Garten gießen: Morgens oder abends?
  2. Gießen Sie ausreichend Wasser, damit genug an die Wurzeln gelangt. Grundsätzlich gilt: Wässern Sie lieber wenige Male ausreichend als öfter zu wenig.
  3. Gießen Sie nicht von oben auf die Blätter. Bewässern Sie stattdessen direkt den Wurzelbereich.
  4. Lockern Sie die Erde ab und zu auf, damit auch kleine Wurzeln befeuchtet werden.

Die einzelnen Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse, was das Wässern angeht. Stellen Sie daher sicher, dass Sie für jede Pflanze wissen, wie viel Wasser sie benötigt.

Achtung: Nicht zu viel gießen!

Nicht nur zu wenig Wasser ist schlecht für Ihren Garten! Achten Sie auch darauf, nicht zu viel zu gießen, denn das schadet Rasen und Pflanzen. Ein zu feuchter Boden ist ein Nährboden für Moose und Pilze und kann Schnecken anziehen. Bei Pflanzen kann sich – insbesondere in Kübeln – Staunässe bilden. Stellen Sie daher bei allen Pflanzen sicher, dass Sie die richtige Dosierung für die Wasserversorgung haben, damit Ihr Garten unbeschadet durch den Sommer kommt. Wenden Sie sich bei Bedarf an einen Experten, der Sie beraten kann.

Gemüse und Obst ernten

Im Sommer können Sie damit beginnen, Ihr Gemüse und Obst zu ernten und zu verarbeiten. Reif sind jetzt unter anderem:

  • Tomaten
  • Zucchini
  • Gurken
  • Kirschen
  • Erdbeeren
  • Himbeeren
  • Johannisbeeren

Nehmen Sie Gurken, Tomaten und Zucchini regelmäßig ab, damit sie schnell nachwachsen können. Dadurch haben Sie im Endeffekt einen höheren Ernteertrag, als wenn Sie abwarten, bis das Gemüse größer ist.

Gemüse im Sommer säen

In den warmen Sommermonaten säen Sie im Gemüsegarten, was Sie im Herbst ernten möchten, zum Beispiel:

  • Spinat
  • Rote Bete
  • Rettich
  • Radieschen
  • Winterlauch

Bis Mitte August können Sie außerdem noch folgende Sorten säen:

  • Chinakohl
  • Feldsalat
  • Petersilie
  • Mangold
  • Erbsen
  • Kohlrabi

Wenn Sie das ganze Jahr über Kräuter im Garten wachsen lassen möchten, sollten Sie diese ebenfalls im Sommer nachsäen. Bis Mitte September können Sie noch neuen Rasen säen.

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Pflanzen schneiden

Im Sommer steht ein Rückschnitt von Bäumen, Sträuchern und Hecken an. Gerade bei Sträuchern ist ein Schnitt im Sommer ideal, damit sie vor dem Winter noch einmal austreiben. Achten Sie aber darauf, nur einen schonenden Formschnitt durchzuführen. Mehr ist aufgrund der Brutzeit der Vögel im Sommer nicht erlaubt. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Ratgeberbeitrag Baumschutzsatzung: Was ist verboten?

Entfernen Sie außerdem in den Sommermonaten regelmäßig verwelkte Blüten von Ihren Pflanzen. Diese verhindern ein erneutes Aufblühen der Blumen. Wenn Sie die welken Blüten bei Stauden oder Rosen hingegen entfernen, können Sie mit einer zweiten Blüte rechnen.

Düngen

In der warmen Jahreszeit ist es besonders wichtig, dass die Pflanzen genug Nährstoffe haben, um wachsen zu können. Düngen Sie Ihre Pflanzen daher, um ihnen neue Nährstoffe zukommen zu lassen. Dadurch verringen Sie außerdem das Moos- und Kleewachstum in Ihrem Garten und machen die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Frost im Winter.

Ideal eignet sich Kompost zum Düngen. Alternativ können Sie natürlichen Dünger aus einem Fachgeschäft in Ihrer Nähe kaufen. Für Rosen können Sie zudem einen speziellen Rosendünger verwenden. Weitere Alternativen finden Sie in unseren Ratgeberbeiträgen Natürlicher Dünger für Tomaten und Zucchini mit Kaffeesatz düngen.

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Kübelpflanzen pflegen

Kübelpflanzen benötigen im Sommer ebenfalls viel Wasser. Achten Sie darauf, dass der Erdballen ganz durchfeuchtet ist. Wenn Sie spezielle Erde für Kübelpflanzen verwenden, müssen Sie öfter wässern als bei normaler Blumenerde mit hohem Tonanteil. Auch Dünger spielt bei Kübelpflanzen im Sommer eine Rolle. Langzeitdünger in der Erde ist im Sommer häufig verbraucht. Düngen Sie daher wöchentlich flüssig nach, um den Pflanzen die benötigten Nährstoffe zuzuführen.

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Schädlinge bekämpfen

Im Sommer häufen sich Schädlinge wie Blattläuse oder Schnecken im Garten. Untersuchen Sie daher Ihre Pflanzen regelmäßig auf Schädlingsbefall. Wie Sie Schädlinge erkennen, verrät Ihnen unser Beitrag Unterschiede zwischen Lästlingen und Schädlingen im Garten. Insbesondere frisch gesäte Pflanzen sollten Sie oft prüfen. Verwenden Sie bei der Schädlingsbekämpfung umweltschonende Mittel, um die Pflanzen und den Boden nicht zu belasten. Dazu gehören etwa Pflanzen gegen Schädlinge oder unsere Tipps im Ratgeber Wie Sie Schädlinge an Pflanzen bekämpfen. Umweltverträgliche Anti-Schädlingsmittel finden Sie aber auch in einem Gartenfachgeschäft.

Ein paar andere Tipps:

  • Nutzen Sie Kaffeepulver, um Schnecken zu vertreiben.
  • Marienkäfer sind wirkungsvoll gegen Blattläuse.
  • Pflanzen Sie Gemüsesorten wie Möhren und Zwiebeln nebeneinander, um Schädlinge mit Gerüchen abzuwehren, siehe auch Schädlinge im Hochbeet entfernen.

Teich pflegen

Wenn Sie einen Gartenteich haben, sollten Sie im Sommer einige Dinge beachten:

Füllen Sie Waser nach, falls der Wasserstand deutlich sinkt. Am besten nutzen Sie dafür Regenwasser aus einer Regentonne. Beim Nachfüllen sollten Sie einen Eimer auf den Boden des Teichs stellen, in den Sie das Schlauchende legen. Dadurch verhindern Sie, dass Schlamm aufgewirbelt wird.

Gerade im Sommer kommt es durch längere Hitzeperioden zu verstärktem Algenwachstum, der den Nährstoffgehalt im Teich erhöht. Der Teich wird so trübe. Verwenden Sie einen Teichfilter, der Schlammpartikel und Algen „einsammelt“. Unterstützen können Sie diese Wirkung, indem Sie welke Blätter und Algen mit einem Kescher entfernen.

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