>Welche Pflanzen wohin im Garten?

Pflanzen im Nutzgarten

Vor allem bei der Neuanlage eines Gartens stellt sich die Frage: Was erwarte ich vom Garten, wie teile ich ihn sinnvoll ein und welche Pflanzen erfüllen meine Ansprüche? Neben den reinen Gartenpflanzen wünscht sich so mancher Gartenfan Kübelpflanzen als mobiles Element für Balkon und Terrasse. Unser Ratgeber zeigt Ihnen die grundlegenden Möglichkeiten der Gestaltung mit Gartenpflanzen, Kübelpflanzen und Terrassenpflanzen auf.

Ein schöner Garten: So planen Sie richtig

Möchten Sie als Gartenbesitzer den Schwerpunkt auf Nutzpflanzen wie Obstbäume, Beerensträucher, Gemüse und Kräuter setzen, geht natürlich auch die Gartengestaltung von diesem Aspekt aus. Fachmännisch angelegt, wird dabei die optische Wirkung aber keineswegs in den Hintergrund treten. Vielmehr werden die vorhandenen Flächen umfangreich genutzt und erhalten nebenbei eine sichtbar üppige Bepflanzung. Kleinkronige Obstbäume und Spalierobst eignen sich für fast alle Gärten, Beerensträucher in Form von Hochstämmchen erlauben neben einer bequemen Ernte auch eine Unterpflanzung.

Gemüse im Nutzgarten
© LianeM - istockphoto.com

Im Gemüsegarten darf vor allem variiert werden: Fürs Frühbeet eignen sich pflegeleichte Sorten wie Gurken, Salat und Radieschen. Hohe Pflanzen wie Tomaten sind die ideale Besetzung für das Gewächshaus. Nach dem Frühjahr folgt im Sommer die Aussaat mit Brokkoli, Kohlrabi und Blumenkohl, welche im Herbst geerntet werden können.

Der Standort von mehrjährigen Gemüsestauden wie Topinambur, Spargel und Rhabarber will gut überlegt sein. Bei den einjährigen Arten ist bei der Gartengestaltung die geeignete Nachbarschaft zu beachten, denn nicht jedes Gemüse verträgt sich mit allen anderen Gartenpflanzen, was die korrekte Pflege ungemein erschwert. Anders verhält es sich, wenn zueinander passende Pflanzen eine sogenannte Biozönose eingehen. Dann stärken sich die Pflanzen gegenseitig, schützen sich vor Schädlingen oder schmecken sogar besser!

Möchten Sie also einen echten Nutzgarten anlegen, sollten Sie die Sorten vorab auf ihre Kompatibilität überprüfen und die Standorte für jede einzelne Gemüsesorte genau festlegen. Einige Sorten mögen eher sonnige Aussichten, wie z. B. Zucchini oder Karotten. Letztere kommen auch mit nur wenig Wasser zurecht. Bepflanzen sollten Sie demnach erst, wenn ein genauer Plan feststeht. Nur so wachsen die Pflanzen später richtig und bilden das gewünschte Gemüse.

Auswahl der Zierpflanzen

Solitaerpflanzen fuer den Vorgarten
© Kerrick – istockphoto.com

Zierpflanzen im Garten wählen Sie am besten nach folgenden Kriterien aus: Zuerst die Solitärpflanzen, die Raum für Wirkung und Wuchs beanspruchen. Das können Bäume sein, aber auch Blumen wie die Fackellilie mit ihren flammenden Blüten oder eine Staude, beispielsweise die Pfingstrose, die keinen Schnitt benötigt und deren Blütenblätter in vielen verschiedenen Farben blühen. Beete mit solchen Blumen erzeugen schnell einen durchdachten Eindruck, ohne dabei wirklich viel Aufwand zu erzeugen. Ein bis zwei Solitärpflanzen reichen bereits zum gezielten Gestalten – zu viele stehlen sich dagegen nur die Show. 

Bei Bäumen muss auf ausreichend Pflanzabstand geachtet werden, denn die Wurzeln benötigen viel Platz. Groß werdende Büsche - wie z.B. die Haselnuss - brauchen Abstand zu anderen Grundstücken und Pflanzungen (alles zu Kosten beim Baum Fällen erfahren Sie übrigens hier). Bei allen mehrjährigen Gartenpflanzen lohnt es sich, sich über die Farbe des Gehölzes und die Form des Strauchs zu informieren. Dann werden sie auch im Winter, ganz ohne ihren Blätterschmuck, dekorativ wirken. Hierfür bieten sich z. B. die pflegeleichten Gehölze Winter-Jasmin und Winterheide an. Während sich einzelne Zweige des Winter-Jasmins auch als Schnittblume in der Vase eignen, ist die Winterheide auf dem Balkon oder als Bodendecker im Vorgarten eine echte Augenweide.

Die als Rabatte bezeichneten Randbeete werden mit einem Zaun oder anderen Abgrenzungen von Straßen, Wegen und Einfahrten abgegrenzt. Sie wirken mit ausdauernden Gartenpflanzen anfangs noch etwas kahl. Einjährige Arten von Gemüse oder Blumen, wie z. B. die Ringelblume mit ihren satten gelben und orangen Farben, bieten sich als natürliche Lückenfüller an und werden häufig für genau diesen Zweck verwendet.


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Die richtige Wahl für Terrasse und Balkon

Tomaten auf Balkon
© federicofoto - istockphoto.com

Mit Terrassenpflanzen gestaltet, wird der Übergang vom Garten zum Haus fließender und der Eindruck eines grünen Wohnzimmers verstärkt sich. Hier kommt es ebenfalls auf die persönlichen Wünsche und die individuellen Lebensgewohnheiten an. Wenn Sie gerne verreisen, sind im Boden eingelassene Pflanzbereiche durch die höhere Bodenfeuchtigkeit eine geeignete Wahl. Große Tröge halten ebenfalls die Feuchtigkeit gut, sind aber schwer zu bewegen. Überlegen Sie sich daher lieber vorab, wo sie endgültig stehen sollen. Wem hier Variationsmöglichkeiten wichtig sind, entscheidet sich für fahrbare Varianten, dank derer zum Beispiel Terrassenpflanzen leicht neu angeordnet werden können.

Doch nicht nur Mobilität, auch Wetterfestigkeit ist ein wichtiger Punkt für Pflanzen in Kübeln und Trögen. Nicht jeder hat die Möglichkeit, empfindliche Terrassenpflanzen im Winter in geeignete – also kühle, aber helle – Räume zu bringen. Frostfeste Pflanzen in größeren Pflanzgefäßen können dagegen an Ort und Stelle verbleiben. Winterschutz für Kübelpflanzen ist aber dennoch vielfach empfehlenswert, nicht nur wegen der Kälte. Auch Frühjahrssonne kann Schäden verursachen, und auch im Winter ist an frostfreien Tagen darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht austrocknen.

Kleine Balkone lassen sich auch am Geländer mithilfe von Blumenkästen ganz leicht in grüne Oasen verwandeln, die gleichzeitig auch noch als praktischer Sichtschutz dienen. Möchten Sie Ihre Kübelpflanzen nur als Sommerschmuck sehen, ist die Auswahl fast unbegrenzt. Hier können Sie ganz spontan entscheiden, ob Sie reinen Duftträgern wie Ziertabak oder Nelken den Vorzug geben oder sich für ebenso gut riechende Kräuter als Terrassenpflanzen entscheiden. Auch Pflücksalate können als Kübelpflanzen gezogen werden. Hausnah lassen sie sich dann bequem auch bei schlechtem Wetter ernten und erzeugen so wenig Arbeit. Weniger ist oftmals mehr, insbesondere dann, wenn wenig Platz zur Verfügung steht.

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