>Schützen Sie Ihren Garten vor den Eisheiligen

Vorsicht Eisheilige: Was man beim Pflanzen beachten muss

Das Wetter war die letzten Wochen über recht unbeständig und gefühlt zu kalt. Bodenfrost ist glücklicherweise ausgeblieben. Viele haben die Tage genutzt, um Ihren Garten frühlingsfit zu machen und hoffen, dass es jetzt schön warm bleibt. Doch die Eisheiligen kommen erst noch. Unser 11880.com-Gartenbau-Ratgeber erklärt Ihnen, wie Sie Ihre Pflanzen vor der Kälte schützen können und warum Sie Ihre Beete erst nach den berüchtigten Eisheiligen anlegen sollten.

Ungewöhnlich kühler April gefährdet Pflanzen

eisheilige
© redstallion - istockphoto.com

Bodenfrost und kühle Temperaturen sind im April nicht ungewöhnlich – zumindest in der ersten Monatshälfte. Ende April hingegen kommt der Kälteeinbruch überraschend. Für Hobbygärtner ganz besonders, war das wechselhafte Wetter in letzter Zeit nicht leicht. Auf die Freude über die ersten Gartenbau-Tätigkeiten und das Erblühen der eigenen Pflanzen kam jedoch das kalte Erwachen. Jetzt ist zu hoffen, dass das warme Wetter bleibt und die intensiven Gartenarbeit beginnen kann.

Empfindlichen Kübel- und Gemüsepflanzen bekommen die derzeitigen Temperaturen nicht sonderlich. Einigen droht sogar der Kältetod. Primeln, Narzissen sowie Hyazinthen vertragen zwar leichte Minustemperaturen, sollten im Zweifel aber dennoch an einen windgeschützten Platz gestellt werden. Mit einem Gartenvlies gehen Sie ganz auf Nummer sicher. Achten Sie jedoch auf die korrekte Anbringung und ziehen Sie einen Profi zurate, falls Ihnen die Erfahrung fehlt. Ein professioneller Garten- und Landschaftsbauer kann Ihnen auch genau sagen, welche Pflanzen Sie ab welcher Temperatur wie zu schützen haben.

Von Frost bedeckte Rose
© Bruno_il_segretario - istockphoto.com

So kommen beispielsweise Lorbeer, Oleander und Feige durchaus mit kalten Temperaturen zurecht. Vorausgesetzt, sie sind bereits abgehärtet und stehen nicht erst seit ein paar Tagen im Freien. Exotische Kübelpflanzen wie Hibiskus oder Engelstrompete brauchen in diesen Tagen unbedingt einen frostfreien Platz, um die aktuellen Witterungsbedingungen zu überstehen. Dies gilt auch für Sommerblüher wie Geranien und Fuchsien.

Immergrüne, wie Rhododendron, Azalee und Kirschlorbeer, stehen hingegen vor dem Problem, dass sie aus dem gefrorenen Boden kein Wasser ziehen können. Kommt zum Frost noch Sonne hinzu, verdunstet besonders viel Feuchtigkeit. Schützen Sie Ihre Immergrüne daher mit Strohmatten vor zu starker Sonneneinstrahlung und gießen Sie Ihre Pflanzen.

Beete besser erst nach den Eisheiligen anlegen

Gefrorener Kohl
© joegolby - istockphoto.com

So verlockend die warmen Tage auch waren – vorsichtige Naturen sollten mit ihrer Gartenoffensive bis zu den Eisheiligen warten. Die Eisheiligen beginnen am 11. Mai mit dem Namenstag von Mamertus. Es folgen Pankratius am 12. Mai, Servatius am 13., Bonifatius am 14. und schließlich Sophia am 15. Mai. 

Erst nach dem Ende der Eisheiligen sind in unseren Breitengraden keine Fröste mehr zu befürchten. Empfindliche Pflanzen sollten entsprechend erst nach der „Kalten Sophie“ am 15. Mai ins Freie übersiedeln. Dann ist auch der Zeitpunkt gekommen, um Beete anzulegen und beispielsweise Tomaten, Zucchini und Mangold zu setzen. Wer komplett auf Nummer sicher gehen möchte, wartet sogar bis Ende Mai – nach dem alten Kalender lagen die sagenumwobenen Eisheiligen erst am Ende des Monats. Dann ist auch der Zeitpunkt für Rosenkohl in Ihren Beeten gekommen.

Viel Arbeit nach den Eisheiligen – Unterstützung vom Garten-Profi

Das Ende der Eisheiligen markiert gleichzeitig den Zeitpunkt für umfassende Gartenarbeiten. Das beginnt bei Ihrem Rasen, der von Unkraut befreit und kräftig gekürzt werden muss, geht über den frischen Schnitt für Ihre Sträucher und Hecken, Obstgehölze und Beeren und endet beim Rückschnitt für Stauden und Ziergewächse.

Diese Arbeiten sind umfassend, zeitaufwendig und für Laien durchaus anspruchsvoll. Fehler beim Rückschnitt können fatale Folgen für Ihre Pflanzen und die Optik Ihres Gartens haben. Nutzen Sie die Zeit bis zu den Eisheiligen daher und fragen Sie einen bei uns angeschlossenen Garten- und Landschaftsbauer an, der Ihnen mit Rat und Tat in dieser spannenden Gartenzeit zur Seite steht.


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