Grasmilben: loswerden, vorbeugen und erkennen

Die unter uns als Grasmilben bekannte Herbstmilbe hält sich im Rasen auf und verursacht Bisse, die wie Stiche aussehen. Pflanzen schaden sie zwar nicht, beim Menschen hat ein Biss – insbesondere in Armbeugen sowie Kniekehlen – jedoch extremen Juckreiz oder sogar Hautekzeme zur Folge. Daher sollten Sie dafür sorgen, dass Sie die lästigen Lebewesen schnell entfernen, wenn Sie diese in Ihrem Garten entdecken. Wir zeigen, wie Sie Grasmilben loswerden können.

Grasmilben-loswerden
Nicht nur Zecken sind gefährlich, auch Grasmilben sollten Sie schnellstmöglich loswerden.

Inhaltsverzeichnis

Grasmilben loswerden und vorbeugen

Aufgrund ihrer Lebensgewohnheiten lassen sich Grasmilben einfach loswerden:

  1. Meiden Sie im Sommer Wiesenflächen, auf denen sich Nutz- oder Haustiere aufhalten.
  2. Lassen Sie Kinder nicht barfuß auf dem Rasen spielen.
  3. Nutzen Sie bei nackten Füßen und Beinen Insektenabwehrmittel.
  4. Mähen Sie mindestens einmal wöchentlich Ihren Rasen.
  5. Entsorgen oder kompostieren Sie Rasenschnitt umgehend.
  6. Vertikutieren und düngen Sie moosreiche Wiesenflächen.
  7. Duschen Sie nach der Gartenarbeit und waschen Sie die Kleidung.
  8. Wässern Sie den Garten regelmäßig.
  9. Schaffen Sie einen Abstand zwischen Haus und Rasen, der mindestens 2-3 Meter beträgt.
  10. Düngen Sie nach einem Grasmilbenbefall im nächsten Frühjahr mir einer Kalkstickstoff-Düngung nachdem Sie den Rasen gemäht haben.

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Wie erkennt man Grasmilben?

Je nach Witterung schlüpfen die Larven der Grasmilben im Juni oder Juli. Nur als solche sind sie parasitär. Doch wie erkennt man Grasmilben-Larven? Ihre Form ist oval, meist sind sie blass-orange gefärbt und bei warmen Temperaturen überaus beweglich. Daher klettern die Larven auch unmittelbar nachdem Sie geschlüpft sind Grashalme hinauf.

Vom dort aus lassen Sie sich von vorbeilaufenden Menschen oder Tieren mitschleifen. An diesem wandern die Milben hoch und suchen eine geeignete Stelle, die sie „anzapfen“ können. Dabei bevorzugen sie Hautfalten und -partien mit Haut, die feucht und dünn ist. Bei Tieren hinterlassen die Milben am liebsten auf Pfoten, Hals, Ohren und der Schwanzwurzel Spuren. Bei Menschen sind meist die Kniekehlen, die Knöchel sowie die Lendengegend betroffen, auch die Achselhöhle kann es treffen.

Grasmilbenbisse

Wer von einer Grasmilben-Larve gebissen wird, der wird bereits nach einem Tag nicht mehr aufhören können, sich zu kratzen. Denn beim Biss sondert die Milbe ein Speichelsekret in die Wunde ab, das nach spätestens 24 Stunden einen sehr starken Juckreiz auslöst – während der Biss an sich unbemerkt vonstattengeht. Als Betroffener sollten Sie dem Juckreiz jedoch nicht nachkommen. Andernfalls sind allergische Reaktionen sowie Infektionen denkbar. Tipp: Tupfen Sie die Bisse mit Alkohol ab. Das desinfiziert die Stelle und tötet die Grasmilbe ab, falls sie sich noch dort befindet. Anschließend helfen Zwiebel- oder Zitronensaft sowie Eisbeutel und juckreizstillendes Gel.

Grasmilben Hund auf Menschen uebertragbar
Haustiere sind oft Überträger von Grasmilben. Einmal im Rase eingenistet, werden Sie die Spinnentiere nicht mehr so einfach los.

Wo leben Grasmilben?

Die regionale Verbreitung von Grasmilben variiert. So finden sich die Tiere in ganz Mitteleuropa. Besonders häufig treten sie jedoch im Rheinland, in Bayern und Hessen auf. Generell nisten sich die Tiere überall dort ein, wo Sie einmal Fuß gefasst haben. Dabei werden sie meist durch Haus- oder Wildtier sowie Mutterbodenablieferungen eingeschleppt. Bei einer Bekämpfung gilt: Je kleiner die Grasmilben und je höher das Aufkommen, desto komplizierter ist eine Vernichtung der Schädlinge. In schwierigen Fällen hilft Ihnen jedoch ein Kammerjäger weiter. Die Kosten dafür verrät Ihnen unser Preisvergleich Schädlingsbekämpfung Kosten.

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