>Eine Kräuterschnecke anlegen

Kräuterspirale richtig anlegen und bepflanzen

Kräuterschnecken - auch Kräuterspiralen - sind ideal für die kombinierte Anpflanzung verschiedener Kräuterarten, die normalerweise weit auf der Welt verstreut wachsen. Die Kräuterschnecke ist also für Ihre Küche indirekt ein echter Gewinn und auch das Auge isst sozusagen mit, denn eine Kräuterschnecke ist ein echter Blickfang, den heutzutage nicht mehr jeder im Garten hat. Wir erklären, wie eine Kräuterschnecke angelegt wird und welche Pflanzen sich dafür eignen.

Kräuterschnecke planen

kraeuterschnecke
© emer1940 - istockphotos.com

Erster Schritt beim Anlegen einer Kräuterschnecke ist eine kurze Planungsphase. Die muss nicht so ausgiebig ausfallen, wie zum Beispiel beim Anlegen eines Gartenteichs, aber die Kräuterschnecke braucht schon ausreichend Platz. Einen Meter hoch sollte die Kräuterschnecke sein, wenn Sie 10 - 15 Kräuter anpflanzen möchten. Das ist immer noch als Kräuteranpflanzung auf kleinstem Raum zu bezeichnen.

Kräuterschnecke anlegen

Ist ein geeigneter Platz für die Kräuterschnecke ausgemacht, macht man sich an den Grundriss. Der wird mit Pflöcken abgesteckt und diese mit Schnüren verbunden. Insgesamt sollte der Grundriss schließlich der Form eines Schneckenhauses ähneln und sich in südlicher Richtung öffnen. Nun wird die Erde innerhalb des Grundrisses spatentief ausgehoben, eine Teichfläche am Ende der Kräuterschnecke wird mit ca. 40cm ausgehoben.

Grundschichten

Nun wird innerhalb der Schneckenform eine ca. 10cm dicke Schotterschicht verlegt, die später gegen Stauwasser hilft. An den inneren Rändern der zwei Windungen folgt ein Rand aus Naturstein oder Klinker, der als Basis für die spätere Trockenmauer fungiert. Die Mauer wird aus optischen Gründen nicht vermörtelt, sondern kann mit Thymian oder Dost bepflanzt werden.


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Aufbau der Trockenmauer

Nun wird die Kräuterschnecke mit einer Schicht grobem Schotter befüllt, die nach oben hin dicker wird, bis zu 50cm etwa an der höchsten Stelle und bei einer ca. 1m hohen Kräuterspirale. Hier geht man immer schrittweise vor, setzt eine neue Reihe Steine für die Trockenmauer, füllt Schotter ein und wieder von vorn, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Als oberste Schicht folgt in der Kräuterschnecke ein Gemisch aus Erde, Kompost und Sand.

Zusammensetzung der Kräuterschnecken-Erde

Diese Mischung, zusammengesetzt in unterschiedlichen Mengenverhältnissen, sorgt für die verschiedenen Feuchtigkeitsbereiche, die wiederum den heterogenen Bewuchs mit so unterschiedlichen Kräutern erst ermöglichen. Der Anteil von Sand nimmt tendenziell nach unten hin ab, wodurch die Erde feuchter, bzw. humushaltiger wird. Unten am Teich besteht der Boden nur noch aus Erde und Kompost.

Teich an der Kräuterschnecke

Der Teich wird entweder mit einem Fertigteichbecken oder alternativ mit einer Teichfolie angelegt. Teichfolie sollte zum Schutz vor Beschädigungen ein weiches Fundament von wenigstens fünf Zentimetern Sand erhalten. Den Rand kann man mit Steinen oder Pflanzen schmücken. Insgesamt haben gängige Kräuterschnecken-Teiche eine Tiefe von ca. 40 - 50cm.

Welche Pflanzen in der Kräuterschnecke?

Ideale Bewohner für die frisch angelegte Kräuterschnecke sind nach Schichten:

  • oben / trocken / nährstoffarm: Provence-Lavendel, Ysop, Majoran oder Orangen-Thymian
  • mittlere Etage / frisch / nährstoffreich: Schnittlauch, Estragon, Melisse, Pfefferminze
  • unten / nasser Boden: Kalmus, Wassernuss (auf dem Teichwasser)

Die relativ unkomplizierten Küchenkräuter können Sie in der mittleren und unteren Zone auch tauschen.

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