>Eisheilige 2019 – Das brauchen Ihre Pflanzen im Mai

Vorsicht Eisheilige: Diesen Einfluss hat die Bauerenregel auf Ihren Garten

Das Wetter war die letzten Wochen über recht unbeständig, doch Bodenfrost ist glücklicherweise ausgeblieben. Viele haben die ersten sonnigen Apriltage genutzt, um Ihren Garten frühlingsfit zu machen und hoffen, dass es jetzt langfristig schön warm wird. Vorher kommen jedoch erst noch die Eisheiligen, die so mancher Gärtner schon einmal im Zusammenhang mit Bauernregeln kennengelernt hat.

Was sind die Eisheiligen?

Blume mit Frost
© yanikap – istockphoto.com

Auch heute ist der Wetterdienst längst nicht so genau, wie wir es uns gerne wünschen würden. In früheren Zeiten waren Wettervorhersagen jedoch noch um einiges ungenauer und vollgespickt mit abergläubischen Annahmen. So entstanden die sogenannten Bauernregeln, die ein Wetterphänomen mit bestimmten Handlungen oder Tagen in Verbindung brachten. So auch an einigen Maitagen, an denen immer wieder plötzliche Kälteeinbrüche beobachtet wurden. Da genau an diesen aufeinanderfolgenden Maitagen mehreren Heiligen gedenkt wurde, entstand für diese Gedenktage die Bezeichnung Eisheilige. Eine Eisheilige Bauernregel lautet so zum Beispiel: "Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein." Diese Bauernregel gilt jedoch nur für Norddeutschland und das hat einen ganz bestimmten Grund: Je nach Region werden unterschiedlichen Tage zu den Eisheiligen gezählt.

Wann sind die Eisheiligen?

Die Eisheiligen 2019 sind vom 11. Mai bis 15. Mai. Jedoch gibt es die bereits erwähnten regionalen Unterschiede, denn die kalte Polarluft erreicht den Norden Deutschlands zuerst. In Norddeutschland beginnt die Eisheiligenzeit daher schon am 11. Mai (Mamertus), während sie in Süddeutschland erst am 12. Mai (Pankratius) beginnt. Der 13. Mai (Servatius) gehört deutschlandweit zu den Eisheiligen, während der 14. Mai (Bonifatius) und der 15. Mai (Sophia / Sophie) nur in Süddeutschland zu den Eisheiligen gezählt werden.

Eisheilige Bauernregeln mögen vielleicht etwas altbacken wirken, doch als Orientierung sind sie durchaus auch heute noch relevant. Unser 11880.com-Gartenbau-Ratgeber erklärt Ihnen, wie Sie Ihre Pflanzen vor der Kälte schützen können und warum Sie Ihre Beete erst nach den berüchtigten Eisheiligen anlegen sollten.

Frostempfindliche Pflanzen an Eisheiligen schützen

Eisheiligen - Blumen
© Andrew Linscott – istockphoto.com

Bodenfrost und kühle Temperaturen sind im April nicht ungewöhnlich – zumindest in der ersten Monatshälfte. Ende April bzw. Anfang Mai hingegen kommt der Kälteeinbruch oftmals überraschend. Für Hobbygärtner ganz besonders, war das wechselhafte Wetter in letzter Zeit nicht leicht. Auf die Freude über die ersten Gartenbau-Tätigkeiten und das Erblühen der eigenen Pflanzen kam jedoch das kalte Erwachen. Jetzt ist zu hoffen, dass warmes Wetter kommt und die intensive Gartenarbeit beginnen kann.

Empfindlichen Kübel- und Gemüsepflanzen bekommen die derzeitigen Temperaturen nicht sonderlich. Einigen droht sogar der Kältetod. Primeln, Narzissen sowie Hyazinthen vertragen zwar leichte Minustemperaturen, sollten im Zweifel aber dennoch an einen windgeschützten Platz gestellt werden. Mit einem Gartenvlies gehen Sie ganz auf Nummer sicher. Achten Sie jedoch auf die korrekte Anbringung und ziehen Sie einen Profi zurate, falls Ihnen die Erfahrung fehlt. Ein professioneller Garten- und Landschaftsbauer kann Ihnen auch genau sagen, welche Pflanzen Sie ab welcher Temperatur wie zu schützen haben.

Von Frost bedeckte Rose
© Bruno_il_segretario - istockphoto.com

So kommen beispielsweise Lorbeer, Oleander und Feige durchaus mit niedrigen Temperaturen zurecht. Vorausgesetzt, sie sind bereits abgehärtet und stehen nicht erst seit ein paar Tagen im Freien. Exotische Kübelpflanzen wie Hibiskus oder Engelstrompete brauchen in diesen Tagen unbedingt einen frostfreien Platz, um die aktuellen Witterungsbedingungen zu überstehen. Dies gilt auch für Sommerblüher wie Geranien und Fuchsien.

Immergrüne, wie Rhododendron, Azalee und Kirschlorbeer, stehen hingegen vor dem Problem, dass sie aus dem gefrorenen Boden kein Wasser ziehen können. Kommt zum Frost noch Sonne hinzu, verdunstet besonders viel Feuchtigkeit. Schützen Sie Ihre Immergrüne daher mit Strohmatten vor zu starker Sonneneinstrahlung und gießen Sie Ihre Pflanzen.

Ausblick für Eisheilige 2019

Gefrorener Kohl
© joegolby - istockphoto.com

So verlockend die ersten warmen Apriltage auch waren – vorsichtige Naturen sollten mit ihrer Gartenoffensive bis zu den Eisheiligen warten. Die Eisheiligen beginnen allgemein hin am 11. Mai mit dem Namenstag von Mamertus. Es folgen Pankratius am 12. Mai, Servatius am 13., Bonifatius am 14. und schließlich die Kalte Sophie/Sophia am 15. Mai. Bis zu den Eisheiligen wird es zwar von Tag zu Tag ein Stück wärmer, aber der unterkühlte Mai 2019 wartet erst ab der dritten Maiwoche mit höheren Temperaturen von bis zu 20 Grad auf. Von sommerlichen 30 Grad wie es im letzten Jahr zu dieser Zeit der Fall war, sind wir jedoch noch weit entfernt.

Apropos Sommer, dieser wird in diesem Jahr voraussichtlich besonders warm und sonnig. Mit 2.015 Sonnenstunden war das vorherige Jahr bereits eins der sonnenreichsten Jahre in Deutschland seit Beginn dieser Aufzeichnungen. Und auch die Prognosen für 2019 versprechen viel Sonnenschein – auch wenn davon derzeit noch nicht viel zu sehen ist. Im Gartenkalender Mai und Gartenkalender Juni erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten am besten auf den Sommer vorbereiten.

Nach Eisheiligen Blumen einpflanzen

Erst nach dem Ende der Eisheiligen sind in unseren Breitengraden keine Fröste mehr zu befürchten. Empfindliche Pflanzen sollten entsprechend erst Mitte Mai nach der „Kalten Sophie“ (15. Mai) ins Freie übersiedeln. Dann ist auch der Zeitpunkt gekommen, um Beete anzulegen und beispielsweise Tomaten, Zucchini und Mangold zu setzen. Wer komplett auf Nummer sicher gehen möchte, wartet sogar bis Ende Mai – nach dem alten Kalender lagen die sagenumwobenen Eisheiligen erst am Ende des Monats. Dann sollten die kalten Tage aber auch endgültig vorüber sein und der Zeitpunkt für Rosenkohl in Ihren Beeten ist gekommen.

Viel Arbeit nach den Eisheiligen – Unterstützung vom Garten-Profi

Das Ende der Eisheiligen markiert für Gärtner gleichzeitig den Zeitpunkt für umfassende Gartenarbeiten. Das beginnt bei Ihrem Rasen, der von Unkraut befreit und kräftig gekürzt werden muss, geht über den frischen Schnitt für Ihre Sträucher und Hecken, Obstgehölze und Beeren und endet beim Rückschnitt für Stauden und Ziergewächse.

Diese Arbeiten sind umfassend, zeitaufwendig und für Laien durchaus anspruchsvoll. Fehler beim Rückschnitt können fatale Folgen für Ihre Pflanzen und die Optik Ihres Gartens haben. Nutzen Sie die Zeit bis zu den Eisheiligen daher und fragen Sie einen bei uns angeschlossenen Garten- und Landschaftsbauer an, der Ihnen mit Rat und Tat in dieser spannenden Gartenzeit zur Seite steht.


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